Reflexion zu meiner spirituellen Erfahrung - Das neue Gottes- und Menschenbild

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Meine spirituelle Erfahrung


Meine heutige Reflexion zu meiner spirituellen Erfahrung 1978

Was ich damals erlebte war eine Art Erleuchtung in das Gottesbewusstsein. Heute, im Jahr 2014 

will ich die wichtigsten Ergebnisse in Erinnerung zurückrufen und niederschreiben: In diesem 

Zustand der Erleuchtung erlebte ich eine vollständige Wahrheitserkenntnis, die mir wie ein 

Gottesbewusstsein vorkam. Es war, als wenn mein Bewusstsein in ein absolutes Erkenntnis-

Bewusstsein hinein "explodiert" wäre, aber es war ein fließender Prozess. Von heute aus betrach-

tet, schloss dieses Bewusstsein eine absolut vollständige Wahrheitserkenntnis ein. Das Bewusst-

sein war vollkommen. Ich meine es war vielleicht so, wie man sich als normaler Mensch vorstellt,

wie ein göttliches  Wesen, wie ein Schöpfer seine Schöpfung betrachtet, wie er sich selbst 

vermutlich wahrnehmen würde, im Besitz aller Erkenntnis.


Die Tage und Jahre danach  war  mir, als wenn die "Trennwand" zwischen dem normalen Ich-
Bewusstsein und dem Unterbewusstsein/bzw. Überbewusstsein nun durchlässig und durchsichtig 
geworden war. Ich konnte meine, auch die feinsten Gedankenregungen zeitgleich wahrnehmen
und ebenso alle physiologischen Reaktionen im Körper bewusst erleben. Ich war hellsichtig, 
aber eigentlich besser: hellfühlend geworden. Ich konnte - und dies gilt eingeschränkt auch 
heute noch - in andere Menschen „hineinsehen",  besser "hineinfühlen" und erkennen, wie liebe-
voll, wie göttlich die Menschen sich anfühlten. Es war mir auch möglich zu erkennen, welche
Störungen, sprich, Krankheiten da waren und was die seelischen Ursachen dafür vermutlich
(mit einer gewissen Sicherheit) waren. Ich fühlte mich wie von einer inneren Kraft getragen und 
geborgen; ich war etliche Jahre lang absolut ohne jede Furcht und die innere Kraft, die mich 
begleitete, erkannte ich als die Christus-Kraft, als ob "Christus in mir Wohnstatt genommen hat". 
So habe ich es empfunden und so bin ich jahrelang als Einsiedler herumgelaufen (am Tegernsee 
und in den Bergen). Ich vermute, ja ich weiß es eigentlich, dass diese göttliche Schicht, ich nenne
sie "das All-Bewusstsein" in jedem Menschen angelegt ist, nämlich in unseren Genen, die 
Genforschung bestätigt es. 

Aber im Normalfall kommen wir nicht an diese Bewusstseinsschicht heran, sie ist "zugedeckt" 
durch unsere vielen Aktivitäten des Alltagsbewusstseins und durch das, was wir für unser "Ich" 
halten. Nur, wenn wir mal zur Ruhe kommen, es im Kopf stille wird, finden wir ein wenig 
Zugang. Diese Bewusstseinsschicht kann eigentlich nur in der mystischen Erfahrung,  in 
Meditationen oder vielleicht auch in manchen Nah-Tod-Erlebnissen erreicht werden. Dazu 
gibt es inzwischen viele entsprechende Erfahrungs-Berichte. Ich bin dankbar dafür, dass ich
dieses All-Bewusstsein erleben durfte und vermute, dass auch die großen Lehrer der Menschheit,
(Christus, Buddha, Mohamed u.a.) aus einem solchen „Gottesbewusstsein" heraus unter den
Menschen der damaligen Zeit wirken konnten. 

Ich erkenne diese innere Bewusstseinsschicht in mir heute als "das Leben-Selbst" einerseits und 
als das All-Bewusstsein andererseits - dabei ist mir klar, dass beide ein und dasselbe sind - . Jesus
selbst bzw. die Gotteskraft im Christus sehe ich als das personifizierte Göttlich-in-uns an. Auch in 
Albert Schweitzers Lebenswerk und in vielen anderen, kann ich diese Gotteskraft erkennen. In 
diesen Menschen ist die Christuskraft bereits da, da muss man nicht länger warten, "dass der
Christus wiederkommt", er ist da, er ist die höchste Wirklichkeit in uns!

Hartmut Neumann

 
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