Christus in uns, das Ziel der Evolution - Das neue Gottes- und Menschenbild

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Christus in uns, das Ziel der Evolution


Christus in uns, das Ziel der Evolution?   
von Hartmut Neumann

Wir können als gegebene Tatsache vorausschicken, dass in einer Gesellschaft, die auf individuelle Leistung und peröhnlichen Erfolg ausgerichtet ist, die Ich-Struktur unverältnismäßig gefördert wird. Deswegen sagt auch Arno Plack: "Erfolg zu haben bedeutet, Erfolg vor andern zu haben." (Die Gesellschaft und das Böse.)

So bestimmt unsere Konkurrenzgesellschaft die Moral, die perönliche Motivation und die Erziehung unserer Kinder von klein auf an. So wird Mensch für Mensch ein "gefräßiges Ego" aufgebaut. Dieses Ego, diese vom Leben ausgesehene "perverse" Ich-Struktur verhindert das Wichtige, das Wesentliche im Leben zu erkennen. Es gilt also, falsche und krankmachende Teile der Ich-Struktur wieder abzubauen oder wenigstens auszugleichen, um als Mensch heil und gesund zu bleiben, dies sagt auch die Psychologie.

Im spirituellen Sinne befähigt uns erst die Reduzierung der störenden Teile unserer Ich-Struktur eine bessere Weltsicht und Schritte hin zu einer lebensnotwendigen Selbsterkenntnis zu gewinnen. Ein Mensch, der Teile der unnötigen und störenden Ich-Struktur schon abgebaut oder überwunden hat, durch Einsicht oder durch Leiderfahrung, dieser Mensch gewinnt die Fähigkeit, zu erkennen, dass seine innerste Inwendigkeit Geist ist.

"Der Mensch ist ein geistiges Wesen, bekleidet mit einem Leibe," sagt uns schon Thomas von Aquin.

Indem die menschliche Ich-Seele (oder besser: Ich-Struktur) sich mehr der inneren geistigen Führung zuneigt, so wendet sie sich in gleichem Maße ab von der animalischen Trieb-Struktur und damit auch ab von der Habenwollen-Mentalität.

Die menschliche Seele wird mehr und mehr frei von dieser Art Streß, der aus dem Begierdeleib hervorgeht. Der erwachende Mensch beginnt, mehr Energie, mehr Aufmerksamkeit auf seine Innenwelt zu richten. Auf dem Wege seiner Innenerkenntnis wird er ein weiteres erkennen: dass alles was ist, göttliche Kraft ist, dass alles Leben göttliche Lebenskraft ist. (siehe auch:"Ein anderer Aspekt Gottes" in dieser homepage).

Der geistige Aufstieg eines Menschen beginnt damit, dass dieser sein biologisches Sein als das göttliche Sein oder die göttliche Lebenskraft erkennt.

Der nächste Erkenntnisschritt besteht darin, (und diese Erkenntnisschritte können durchaus auch gleichzeitig und nebeneinander erfolgen), dass der Mensch sein geistiges Sein als Teil des göttlichen Seins erkennt, denn der Geist ist unteilbar.

Der eine Erkenntnisschritt bedingt oder fördert den nächsten: Die Erkenntnis unseres geistigen Wesens als absolut wesensgleich mit dem göttlichen Geist und zugleich die weitere Erkenntnis, dass die göttliche Lebenskraft auch unseren biologischen und physikalischen Körper geschaffen hat, ihn erhält, bewahrt und ständig erneuert.

Es ist gut und wichtig, in der Existens unseres physikalischen Körpers und in allen seinen wundersamen Fähigkeiten (eingeschlossen sind die Selbstheilungs-kräfte und die Regeneration in der Nacht, auch das lebensbewahrende Immunsystem) das unabässige Wirken der göttlichen Lebenskraft zu erkennen. Wer seinen Körper als göttliches Geschenk erkennen kann und verehrt, der verehrt auch das Göttliche-Selbst. Franz von Assisi würde sagen:

"Göttliche Lebenskraft, ich danke dir im Stillen für deiner Werke Pracht, auch für diesen prächtigen Körper, den du hervorgebracht."

In diesem Wort "Göttliche Lebenskraft" eingeschlossen und auch identisch mit diesem ist zugleich die "Göttliche-Geisteskraft". Denn, wer das göttliche Wirken irgendwo erkennt, der erkennt es dann auch in allem, egal ob im eigenen Geiste oder im eigenen Leibe. Aus dieser Erkenntnis ergibt sich folgendes Bewußtsein:

Der menschliche Geist hat Anteil an Gottes Geist wie Jesus auch sagt, (siehe auf dieser Homepage: „Das neue Gottesbild") und der menschliche Leib ist hervorgebracht und wird erhalten durch die Göttliche-Lebenskraft. Dieser Mensch hat erkannt, dass er/sie ein Kind Gottes ist, er ein Sohn, sie eine Tochter.

Sie beide werden sagen: "In meinem Leibe ist die Göttliche-Lebenskraft am Wirken und in meinem Geiste bin ich eins, bin ich verbunden mit dem göttlichen Geiste. Was ich erkenne, das erkenne nicht ich, das erkennt der Geist, der in mir ist und der es mir mitteilt."

Der Geist in mir und ich wir sind eins," dies ist das Wesen des Christusgeistes in uns. Noch besser trifft diese Formulierung zu:

"Gottes Geist ist, Gottes Schöpfung ist und ich bin Teil darin."


Der Christusgeist oder das Christusbewußtsein in uns, das ist die innere geistige Stimme, die uns durch das Leben führt. Dieser inneren Stimme zu folgen führt uns zum Ziel der Evolution, zur Weiterentwicklung und Humanisierung der Menschheit, zum vollen Menschsein, zum Ebenbild Gottes.    



 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü